Biopsien

Biopsien und Gewebeproben aller Organe lebender Tiere werden in der Abteilung für Biopsiediagnostik untersucht. Die Proben  können uns per Post zugesandt, dem Kurierdienst mitgegeben oder direkt im Institut während den regulären Öffnungszeiten (Montag bis Freitag von 8.00-17.00) abgegeben werden. In der Regel erhalten sie den schriftlichen Befund ein bis zwei Tage nach Probeneingang (Ausnahme: Knochen). Falls dies nicht möglich ist, werden sie informiert.

Untersuchungsanträge finden sie unter Antragsformulare und detaillierte Tarifbestimmungen können sie unter Preisliste_Biopsien_2023 einsehen.

Immunhistochemische Untersuchungen und deren Interpretation bieten wir nach Rücksprache mit dem einsendenden Tierarzt/der einsendenen Tierärztin zur genaueren Diagnosestellung an.

Neu bieten wir voraussichtlich ab Februar 2023 die Analyse des Ki67-Index zur Prognoseeinschätzung von Mastzelltumoren und melanozytären Tumoren an. Diese Methode wurde AI-basiert (artifical intelligence-based) etabliert und wird von uns anhand der entsprechenden Literatur (Webster et al. Vet Pathol. 2007 bzw. Smedley et al. Vet Comp Oncol. 2022) interpretiert.

Team Biopsien

Bitte beachten sie folgende Punkte bei der Einsendung:

  • Das Probenmaterial sollte sofort nach der Entnahme in neutral gepuffertem 10% Formalin fixiert werden. Das Verhältnis Probenvolumen zu Formalinvolumen beträgt für eine gute Fixierung idealerweise 1:10.
  • Grössere Gewebeproben wie z.B. eine ganze Milz sollten zur optimalen Fixierung angeschnitten werden (Bild).
  • Unterschiedliche Gewebeschichten, zum Beispiel Subkutis und Muskelfaszie, sollten mit einem Faden fixiert werden, damit die Schichten sich durch die Fixierung nicht gegeneinander verschieben.
  • Die Exzisionsränder und die Orientierung von Proben (lateral, medial, caudal, cranial) sollten mit Gewebefarbe bzw. unterschiedlich langen Fäden markiert werden.
  • Die Proben müssen in bruchsicheren, weithalsigen und auslaufsicheren Gefässen eingesandt werden (Version DE, Version FR).
  • Biopsien von unterschiedlichen Läsionen sollten in verschiedenen, entsprechend beschrifteten Gefässen, eingesandt werden.
  • Bei Hautbiopsien ist es ideal, wenn mindestens 6 mm Stanzbiopsien und mindestens 3 Biopsien von Primärläsionen eingesandt werden.
  • Ohne Untersuchungsantrag können wir die Proben nicht bearbeiten. Eine ausführliche Anamnese, und wenn möglich Bilder, sind zudem für eine gute Interpretation der Läsionen wichtig. Bilder der klinischen Läsionen, intraoperative Bilder von neoplastischen Läsionen oder Bilder mit Randmarkierung können an biopsien@vetsuisse.unibe.ch geschickt werden.

Falls sie Fragen zur Probenentnahme und zu Einsendungen haben, können sie uns gerne unter biopsien.vetsuisse@unibe.ch oder +41 31 684 24 40 kontaktieren.